Gastlyrik - Frühlingsspezial
Gedanken und Gedichte
meiner Gastautoren
zum Thema Frühling und Frühlingsfeste!
Mein Dank gilt allen mitwirkenden Autoren
die mir ihre Gedichte zum Thema
Frühling und Frühlingsfeste
zur Verfügung gestellt haben.
<<<<<<< Hinweise zu den Frühlings-Bildern, -Posern und - Tuben >>>>>>
Die Frühlings- und Osterbilder
wurden mir, wenn nicht anders angegeben,
von Brigitta Vortmann zur Verfügung gestellt.
Herzlichen Dank Frau Vortmann!

Die - Poser und - Tuben sind von Leilana (www.Leilana.de)
auf ihrer Seite werden diese für private Nutzung
kostenlos zum Herunterladen angeboten - Vielen Dank!

Mitwirkende Autoren und ihre Texte
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Farben
@ Brian
Himmelsfarben leuchtend
miteinander verwebt
glänzende Blumenpracht
schmückt die Auen
verschmelzen ineinander.
Unausgesprochenes
Glück durchströmt
die Seele.

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Frühlingsblumenwortgirlande
von Björn Lindt
Wenn im März die Becher schlottern,
und im Schnee die Glöckchen läuten,
gelbe Blümchen sumpfig dottern,
kann dies Frühling nur bedeuten.
Wenn im Busch die Röschen winden,
und der Bock in Scharen krautet,
wenn sich V und Eilchen finden;
Frühling unser Motto lautet.
Wenn die Trauben hyazintheln,
und die Wurzeln stinkig niesen,
wenn die Bären weisslich läucheln;
Frühling, Frühling – er will spriessen.
Wenn es schlüsselt, gelb, das Köpfchen,
und die Narren duftend zissen,
grünen Beet und Blumentöpfchen,
will Frühling bunte Flaggen hissen.
Wenn die Spornen lieblich lerchen,
und die Wiese Kräuter schäumt,
huft der Lattich in den Pferchen,
Wald und Beet vom Frühling träumt.
Wenn sie blühen, Milz und Lunge,
weisse Tauben waldig nesseln,
zeigen Löwen Zahn und Zunge,
sprengt der Frühling Winterfesseln!
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Muttertag am Grabe…
©Maria Kindermann
Gedankenversunken, so steh ich am Grabe,
verloren und frierend, wie ein hilfloses Kind.
In Tränen ertrunken, weil ich sie nicht mehr habe,
die tröstende Mutter, die meine Hände nimmt.
Zu ihr konnt ich kommen, fühlte mich so geborgen,
immer hatte sie Zeit, beschützt war mein Leben.
Alles war leicht, sie nahm mir die Sorgen,
wie gern hätt ich etwas zurückgegeben.
Mit weißen Lilien steh ich nun hier,
weinend leg ich sie nieder.
Leis hör ich die vertraute Stimme in mir,
hab Geduld mein Kind, wir sehn uns ja wieder.
Ein warmer Wind streichelt zärtlich mein Haar,
plötzlich Friede in mir, verflogen mein Schmerz.
Das es die Hand meiner Mutter war,
spüre ich tief drin im Herz.
Muttertag am Grabe, und wieder ging ein Jahr.
Zeit heilt alle Wunden – nicht, wenn´s die Mutter war!
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Mir leuchtete der O*
von Silke Kuba
Das junge Jahr will nicht mit A*
Den neu erblühten Garten pfla*
Noch leuchten nicht im düster Fin*
Hellgelbe Blüten von den Gin*
Doch glaubt mir Leute, es war Ge*
Da sah ich El* bei den Ne*
Ich legt‘ mich an, mit diesen Bie*
Versucht‘ mich nicht im Vogelflü*
Und scheuchte sie nach alten Mu*
Mit lautem Schreien und Aufplu*
Sie flohen wie in Paterno*
Und ich genoss die Sonne, O*
*Stern
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zum Naschen verführt
von Uschi Pohl
gold´ner Hase
bunte Eier
hübsch verpackt
so frühlingsfrisch
lassen mich Genuß erahnen
zaubern bunten Ostertisch
Wasser läuft im Mund zusammen
Farbenpracht das Aug´ berührt
knistert leise die Verpackung
werd´ zum Naschen ich verführt.
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Ostersonettkranz von V.F >>> Hier klicken <<< Ostersonettkranz von V.F.
Auf Fels gebaut
von V.F
I
"Wie lange muß ich schmachtend Qualen tragen?
Ich sieche hinter Gittern, suche Licht!
Wo ist der Mensch, der von Vergebung spricht?
Sie wollen mich ans Holz des Fluches schlagen!"
"Laß ab von reuelosen Jammerklagen.
Dein Wüten, Toben hilft dir, Sünder, nicht!
Noch heute wirst du flehen vor Gericht!
Ins Ewigfeuer werden wir dich jagen!"
Die Kerkertore brachen auf mit Krachen.
"Nun mußt du büßen für die Übeltaten!
Wir Hüter horten die Gerechtigkeit!
Vernimmst du schon der Meute Lachen?
Sie warten auf die Todeskandidaten!" -
Wer löst, befreit sie von Gebundenheit?
*
II
Wer löst, befreit mich von Gebundenheit?
Erbarmen wird Verbrechern nicht gewährt.
Ich wurde ausgepeitscht, zutiefst entehrt.
Man raubte Würde mir und Kerkerkleid.
Ich trieb auf Trümmern der Vergangenheit,
als hätte mich das Schicksal Schmach gelehrt,
am Leib gefesselt, seelisch ausgezehrt.
Allein gelassen trug ich Pein und Leid.
"Du weißt, Du kannst dem Urteil nicht entrinnen!"
Die Menschenmenge will Dich hängen sehn!
Sie fordert Blut - mit sich im Widerstreit!"
Ich rang mit Schweiß und Tränen, wie von Sinnen.
Der Wächter schrie: "Zur Hölle wirst Du gehn!"
Wohl dem, der nicht aus Rage Rache speit!
*
III
Wohl dem, der nicht aus Rage Rache speit! -
Ich beugte mich dem Hohn- und Spottgelächter
der skrupellosen Scheinmoralverfechter.
Aus Mündern trieften Trug, Verlogenheit.
Der Weg zum Tod war steinig, steil und weit.
Im Schauspiel der Barmherzigkeitverächter
befand sich wahrlich kein vor Gott Gerechter.
Nicht einer war von Schuldenlast befreit.
Sekunden meines Mörderlebens schlichen
wie Schreckgespenster durch die Innennacht,
durchzuckten mich wie Blitze, mich zu jagen.
´Die Zeit der Gnade ist noch nicht verstrichen!´
Wer hat die Flammen meiner Furcht entfacht?
Wer wird mich in der Ewigkeit verklagen?
*
IV
Wer wird Dich in der Ewigkeit verklagen?
Gedenk ich heute meiner letzten Stunden,
bespuckt, gegeißelt, würdelos geschunden,
verspottet, gnadenlos ans Kreuz geschlagen,
so weiß ich: Einer hat mich durchgetragen!
An Seine Liebe bin ich frei gebunden
und preise Ihn, - "O Haupt voll Blut und Wunden" -
auf daß die Nachmirmenschen Glauben wagen!
Als Schächer war ich schwach und schuldbeladen,
erkannte erst am Marterpfahl den Strick
der Sünde. Ängste ließen mich verzagen.
Gerettet hat Er mich, allein aus Gnaden!
Vergessen will ich niemals Seinen Blick!
Den Heiland darfst Du um Vergebung fragen!
*
V
Den Heiland darfst Du um Vergebung fragen!
Ich tat es trotz der Schwere meiner Sünden,
bekehrte mich zu Ihm und will verkünden:
Er hat die Schuld für mich am Kreuz getragen!
Die Menschen mußten mich, den Mörder, jagen.
An Jesus konnten sie kein Übel finden.
Wer Umkehr sucht, der muß sich überwinden,
denn Glauben heißt, zu Christus "Ja" zu sagen.
Sag, warst Du je auf Hilfe angewiesen,
verzweifelt, voller Reue, schwach, allein,
mißhandelt, mutlos, in Dir selbst entzweit?
Dann, Seele, sei gewiß, genau in diesen
Momenten will der Heiland bei Dir sein!
Dem Höchsten öffne Dich! Es eilt die Zeit!
*
VI
Dem Höchsten öffne Dich! Es eilt die Zeit!
Ich schau zurück auf mein entseeltes Leben.
Was würde ich nur heute dafür geben,
das meinen Nächsten zugefügte Leid
zu tilgen. Von Gewissenslast befreit
versuchte ich, der Liebe nachzustreben.
Doch kann ich Scherben nicht zusammenkleben. -
Verpaßte Chancen der Vergangenheit -
wir zerren sie ins Welken unsrer Jahre.
Auch dafür gab der Herr Sein Leben hin!
Ich trug ans Kreuz, was mich zutiefst entzweit,
erfuhr vor meinem Tod die wunderbare
Geburt des Glaubens. - Welch ein Neubeginn!
Nicht Werke führen zur Gerechtigkeit!
*
VII
Nicht Werke führen zur Gerechtigkeit! -
Sie schlugen einen dritten Todgeweihten
ans Kreuz vor Golgatha. - Von allen Seiten
bespie uns Hohn. Und um die Mittagszeit
umgab uns plötzlich große Dunkelheit.
"Und bist Du Christus, hilf Dir selbst beizeiten!"
so sprach der Schurke in Gehässigkeiten.
"Halt ein! Du trägst das gleiche Sündenkleid
wie ich. Doch jener Mann ist ohne Schuld!"
Ich wies den Schuft zurecht. Die Seelenschmerzen
verdienten wir und durften nicht verklagen!
"Gedenke mein, oh Herr, in Deiner Huld".
Dies Wort entschwieg sich meinem wunden Herzen. -
Auf Fels zu bauen heißt: den Glauben wagen!
*
VIII
Auf Fels zu bauen heißt: den Glauben wagen! -
"Du wirst noch heut", versprach der Heiland fest,
"mit mir im Paradiese sein." - Er läßt
die Menschen nicht im Stich, die nach Ihm fragen.
Wer wird die Spötter einst zu Grabe tragen?
Die Torheit kriecht zur Hoffart aufs Podest
der Eigenmacht, verfängt sich im Geäst
der Lebenslügen, sinnentleerten Klagen.
Wer kann Dich vor den letzten Ängsten schützen?
Wozu den Sinn des Seins auf Zeit erfinden,
wenn nicht mal Hähne krähn, Dir nach zu rennen?!
Die "guten Taten" werden dann nichts nützen,
so wenig, wie katholisch Kerzen zünden.
Es bleibt das Kreuz, an dem sich Geister trennen.
*
IX
Es bleibt das Kreuz, an dem sich Geister trennen.
Die einen fasten, beichten, spenden, richten.
Die andern wollen Gottes Volk vernichten,
vom Herrn gesetzte Grenzen umbenennen.
Als Götzendiener rennen sie und rennen
an Golgatha vorbei, um Trug zu dichten,
verwickeln sich in Wahn- und Traumgesichten,
und sind zu blind, die Wahrheit zu erkennen,
die durch das Kreuz zu ihren Herzen spricht!
Wer hören kann, der höre Seine Worte,
darin der Schlüssel zur Erlösung liegt.
Bevor Dein Erdenhaus im Sturm zerbricht,
erwartet Er Dich an der Ewigpforte. -
´Wo ist Dein Stachel, Tod? Du bist besiegt!´
*
X
´Wo ist Dein Stachel, Tod? Du bist besiegt!´ -
Natürlich kannst Du selbstbezogen streben,
Dich Satans Führung lustvoll hinzugeben,
sofern Dir, Ton, am Töpfer nichts mehr liegt.
Wer sich in falschen Sicherheiten wiegt,
gleicht wurzellosen, staubverdorrten Reben.
"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben",
die Einzigquelle, welche nicht versiegt!
Doch: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Der Tempelvorhang ist entzweit, zerrissen.
Gott läßt sich finden, will die Schuld vergeben.
Wer Ihm vertraut, den läßt Er nicht im Stich.
Er will nicht eines Seiner Kinder missen.
Denn Jesus trug die Sünde, daß wir leben!
*
XI
Denn Jesus trug die Sünde, daß wir leben!
Ich durfte Frieden frei zum Ja empfangen.
Aus diesem Dasein bin ich heimgegangen
im Wissen: Er hat mir die Schuld vergeben!
Nach Vanidades muß ich nicht mehr streben.
In Sterblichkeiten bin ich nicht gefangen.
Ich bin dem zweiten Tod bewußt entgangen
und will Dir rufen: Laß Dir heut vergeben!
Was hast Du, Menschenkind, denn zu verlieren?
Was bleibt Dir bloß am Ende Deiner Zeit?
Du kannst nicht mal die Luft Dein eigen nennen.
Was nutzt es Dir, Dein Ego zu polieren,
solange Angst im Dunkeln "Hilfe!" schreit?
Selbst Zweifel darfst Du Gott getrost bekennen.
*
XII
Selbst Zweifel darfst Du Ihm getrost bekennen.
Sieh mich, den Schächer, an, der schuldbefreit,
mit Ihm gekreuzigt, aus der Dunkelheit
ins Licht getragen. Niemand kann mich trennen
von Seiner Liebe, Seiner Macht. - Begänneni
die Menschen einzusehn, wie kurz die Zeit
auf Erden währt, sie könnten manchem Leid
entgehn, und bräuchten nicht davon zu rennen.
Wie unterschiedlich Menschen reagieren,
sobald sie sich in Not entscheiden müssen.
Ich ahnte, daß mir Kraft im Geist versiegt.
Wer sich in Frage stellt, kann akzeptieren:
Ich darf Vertrauen wagen - ohne Wissen.
Gott weiß um das, was auf der Seele liegt.
*
XIII
Gott weiß um das, was auf der Seele liegt.
Er kennt die Ängste, menschliches Versagen.
Du willst Dich ohne Ihn durchs Leben schlagen?
Du pochst darauf, daß keiner Dich verbiegt?
Was ist, wenn Dich Dein Spiegelbild belügt?
Wer soll die Leichen aus dem Keller tragen,
die erst im Flammenmeer nach Wasser fragen,
wo nicht ein Tropfen ihrem Durst genügt?
Ich kann Dir keine weise Predigt halten.
Wie sollte ich, als Schächer vor dem Herrn.
Doch will ich meine Stimme laut erheben,
zum Höchsten, meine Hände für Dich falten.
Zu richten liegt mir Sünder wirklich fern.
Wer Gott vertraut, dem wird die Schuld vergeben!
*
XIV
Wer Gott vertraut, dem wird die Schuld vergeben!
"Was muß ich tun, Erlösung zu erlangen?"
so fragte mich ein Mann, in Not gefangen.
Ich sagte: "Übergib Dein altes Leben
dem Herrn. Er wird Dir Seinen Frieden geben.
Er zeichnet Dir Sein Streicheln auf die Wangen.
Als Mensch ist Er für Dich ans Kreuz gegangen.
Den Heiland will mein Herz im Wort erheben!" -
Ich wollte diesen Kranz zu Ostern binden.
Doch fiel mir eine Feder ins Gebet.
Sie meinte: Glauben darfst Du heute wagen!
Denn einer könnte diese Zeilen finden,
als Antwort, wenn er fragt, sich nicht versteht:
"Wie lange muß ich schmachtend Qualen tragen?"
*
Meistersonett
"Wie lange muß ich schmachtend Qualen tragen?
Wer löst, befreit mich von Gebundenheit?"
Wohl dem, der nicht aus Rage Rache speit!
"Wer wird mich in der Ewigkeit verklagen?"
Den Heiland darfst Du um Vergebung fragen!
Dem Höchsten öffne Dich! Es eilt die Zeit!
Nicht Werke führen zur Gerechtigkeit!
Auf Fels zu bauen heißt: den Glauben wagen!
Es bleibt das Kreuz, an dem sich Geister trennen.
Wo ist Dein Stachel, Tod? Du bist besiegt!
Denn Jesus trug die Sünde, daß wir leben!
Selbst Zweifel darfst Du Ihm getrost bekennen.
Er weiß um das, was auf der Seele liegt.
Wer Gott vertraut, dem wird die Schuld vergeben!
*
- gewidmet: Jesus Christus -
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Ostergruß
Ursula Gressmann
Ostern schmeckt
das ist ganz klar
nach Marzipan und Schokolade.
Dazu gibt es Hasen
goldig glänzend
eingewickelt in Stanniol
und bunt gefärbte Hühnereier
liebevoll verziert mit Mustern.
Für die Vasen Blumensträuße
Rosa, Weiß und Gelb.
Frühlingssonne noch dazu
hab ich auch für euch bestellt.
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Bild: Ursula Gressmann
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Lenzgefühl
Christine Hammes
Der Mai - wir kennen's Alle
Läßt Blut und Blüte schießen
Die neue Lust die pralle
Enteist - läßt Leben fließen
In letzter Wehe liegt der Lenz
Setzt endlich an zum Quantensprung
Der grame Nachbar wird zum Stenz
Fühlt sich berauscht und ach - so jung.
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Es riecht nach Frühling
von Vera Oelmann
Der Himmel ist blau und die Sonne scheint…
Es riecht nach Frühling …. Und man meint
schon hier und da kleine Knospen zu sehn
und möchte so gerne ins Freie gehen …
Doch Vorsicht ! Der Winter liegt noch auf der Lauer
und wartet darauf, dass er uns einen Schauer
von Eisregen steut auf die junge Natur …
von Frühling ist nämlich noch keine Spur …
Der schaut zwar schon neugierig um die Ecken,
aber zieht sich zurück – wird sich nochmal verstecken,
auch wenn ihn die Neugierde schrecklich plagt…
sein Einzug wird auf den März vertagt …
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Du stehst am Fenster
von Helga Bauer
Du stehst am Fenster,
es streift dein Blick
den Garten,
der noch schneebedeckt.
Gedanken eilen Wochen weiter,
erahnen alles frühlingsheiter...
du siehst erneut
nur Schnee und Eis.
Und so im Schauen
und im Sinnen,
du wagst den Augen
kaumzu trauen,
ein Glöckchen, weiß mit zartem Grün.
Du siehst es blüh'n,
nichtin Gedanken,
nein, es bricht den Weg sich
mitten durch den Schnee.
Anmutig wiegend
zeigtes dir:
Schau,
ichbin hier!
vom Winterschnee
nochfest umgeben,
beginne ich zu leben.
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Wagemut
©Mona Mulke
Wahrlich
Wagemut besitzt du
traust dich
ins unendliche Weis.
Traust dich fort von deinem Bau,
auf schmalen Beinen
sehe ich dich laufen,
suchend nach
dem Frühling.
Bald schon wird er kommen,
den Schnee besiegen
und dir deine Welt
wieder bringen.
Bald schon..
Der Frühling beginnt
Nilhexe42j
Zartgrüne Knospen
tanzen in sanftem Windhauch
der Frühling beginnt
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Frühlingsduft
von Mara Krovecs
Verwintert lag das Tal - und Sonnenfäden
die aus den Wolken fielen - auf den See
auf pulvrig weißen Diamantenschnee
umhüllten golden süße Amselreden
und langsam schmolz der Schnee - begann zu rauschen
in einem kleinen Bach gleich nebenan
aus Morgenträumen heller Tag erklang
entzückt begann ich Vogelsang zu lauschen
nichts hielt mich mehr - ich lief zum nahen Garten
mit leichtem Schritt wollt ich entgegen geh`n
dem ersten Grün und Frühlingsknospen seh`n
„Oh Tulipan – Narziss - wie will ich warten“
so sprach ich leis und zärtlich in das Blau
“auf euren Duft - den weiß ich noch genau“.
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Frühlingsanfang
von Paul Rudolf Uhl
Nur noch wenig Winterschauer,
Glätte? - Eher selten nur !
Tag und Nacht von gleicher Dauer,
und `ne höh´re Temp´ratur...
Viele Knospen schon halb offen,
Vögel zwitschern rings herum,
all dies lässt auf Frühling hoffen;
Endlich: Äquinoktium! *
*TagundNachtgleiche
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Osterhoffnung
©Ingrid Herta Drewing
Ein Osterleuchten in den Wiesen
und farbig schön das Eiernest.
Jetzt, da die Pflanzen grün uns grüßen,
begehen wir das Hoffnungsfest.
Es kündet Christi Auferstehen
uns an ein jeder Frühlingshauch.
Wir glauben blind und werden sehen,
erneuern uns im Herzen auch.

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Frühlingssehnsucht
©Maria Kindermann
Wenn das Eis beginnt zu tauen,
und die Luft wird mild und warm,
wenn die ersten Veilchen blühen,
gehn wir beide, Arm in Arm,
gehn zu unsrer Bank im Wald,
küssend lassen wir uns nieder,
lauschen leisem Vogelsingen,
dann ist endlich Frühling wieder…
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Balzverhalten
von Björn Lindt
Die Tage sind länger, schon kürzer die Röcke.
Die Damhirsche tragen nun bauchfrei gern Top.
Sie buhlen um Ärsche und notgeile Böcke
mit ihren Geweihen. Im Stöckel-Galopp
da zieht die Stampede, armanisch, gleich Tieren,
ins nächste Cafe, dort das Brüstchen gezeigt,
gegackert, gegurrt. In den Macho-Revieren
Macchiato geschlürft, leicht vornüber geneigt.
Den Brusthaarflokati geföhnt und gekräuselt,
potenzkompensierend, da fahren sie vor.
Es gockeln die Machos, den Damhirschen säuselt
das Testosterone Allüren ins Ohr.
Schon schwänzelt der Platzhirsch um rotwilde Meute,
beputert die Schnepfen und präkopuliert
mit dickender Hose. Vermeindliche Beute
wird schließlich erledigt zur Höhle chauffiert.
So kommt es zur Paarung und weiteren Phasen.
Die Tauben sind tags drauf gleich turtelberingt.
Heut määht sie in Leggings den sprießenden Rasen;
der Hengst hängt vorm Fernseher, fußballbedingt...
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die Eisheiligen 2
von Uschi Pohl
ja so sind sie ~ die Gesellen
eisig kommen sie heran
hüllen das ~ was schon in Blüte
legen ihm Kristalle an
schleichen sich in Maigefühle
schmälern gern der Sonne Charme
doch auch ihre Ära endet
und die Tage werden warm.
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Mattheis
von Paul Rudolf Uhl
„Da Woid steht grau und d´Häusa ducka
se unta´m Schnee – a Kroh´ schreit laut...
Aa d´Stauern müaßn se´ tiaf bucka;
da Schneebruch hat an Woid vasaut...
`S schneibt jedn Dog, `s is fast zum Woana;
da Winta führt sei´ Regiment...
De Köjtn kriacht bis in de Boana!
Wann is des oisse denn moi z´End?“
„Iatz´ sei ned letz! – Werst as dawartn,
weil Mattheis is´ ja no´ de´ Woch...
Iatz´ schaug ma dann in d`Wetterkartn;
bestimmt kimmt boid a starkes Hoch...
Hob´ no´ a Heilige iatz´ g´fundn:
Am drittn März is´ Kunigund…
Ma´ sogt, do kàm de Wärm vo´ untn...
Des is zum Feiern doch a Grund!“
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Inselfrühling
Ursula Gressmann
Weißbäuchige Möwen
fliegen über mir.
Ich lausche
dem hellen Kiewitt
der Kiebitze
im Watt und
sehe den
gravitätisch schreitenden
Austernfischern zu.
Scheue Goldregenpfeifer
brüten schon auf den
Wattwiesen und
Sandastern leuchten
auf dem Heller.
Memmert, die Vogelinsel
glänzt hellweiß
im graugrünen Meer.
Leise ruft
eine Sumpfohreule
in den Dünen.
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Bild: Ursula Gressmann
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Frühlingsbefreiung
© Ingrid Herta Drewing
Auch du trugst Schnee in deinen Haaren.
Als dich der Sonne Strahl erfasst’,
erkanntest du die Last der Jahre,
befreitest sorgsam Ast für Ast.
So wird der junge Frühling greifen
ins Herz dir, lässt dich leicht nun gehen.
Wohin auch deine Blicke schweifen,
siehst du das Leben neu entstehen.
Des Tages blaue Augen strahlen,
die Silberfähre Mond, zur Nacht
sich Sterne klar ins Dunkel malen,
du schaust beglückt, im Licht erwacht.
Und leise tönt ein zartes Klingen,
wird zum Crescendo, füllt den Raum.
Das Lied, das schlief, beginnt zu singen
in dir, es blüht dein Frühlingstraum.
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Einfach nur schön…
©Mona Mulke
Auf der Treppe sitzend,
mit dem Gesicht in der Sonne badend,
höre ich den Vögeln zu
die Frühlingslieder singen.
Im Hintergrund
die Stimmen unserer Kinder,
der Hund bellt,
mein Kopf ist voller Sonnengedanken,
die Welt ist schön…
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SANFTE FRÜHLINGSMELODIE
von Helga Bauer
Sanfte Frühlingsmelodie
Regentropfenrauschen
leise rollen
glänzende Perlen
wie Glitzerkügelchen
und Laternenlicht
durchdringt Scheiben
Regentanz im Fensterglas
°°°
Fensterglas im Regentanz
Scheiben durchdringt
Laternenlicht und
Glitzerkügelchen wie
Perlen glänzende
rollen leise
Regentropfenrauschen
Frühlingsmelodie sanfte
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Frühlingsgefühle
Nilhexe42j
Ich sitze hier auf dem Balkon,
die Vogelschar sie zwitschert schon,
ihr wunderschönes Frühlingslied.
Die Amsel singt im Baume dort
doch auf einmal ist sie fort.
Des Nachbars Katze schleicht umher.
Die Blumen zeigen ihr Gesicht,
mit ihrem Lachen erfreu´n sie mich
ihr Bunt leuchtet im Sonnenschein.
Der Bäume zartes Frühlingsgrün,
entlockt ein glücklich Lächeln mir,
das neue Leben ist erwacht.
Der Himmel blau, die Sonne strahlt
ein Bild, von Künstlerhand gemalt
Frühlingsgefühle werden frei.
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Weißer Flieder
von Mara Krovecs
Lautlos fließende Zeit
erstes Reißen
unter kalter Rinde
mit Eishaut bedeckt
Stille folgt Stille
in langen Winterfrösten
sonnenbestreut – deine Krone
wasserbeträufelt – deine Wurzeln
windumschlungen –dein nackter Tanz
während der Himmel
stürmend seine Wolken fängt
das Meer seine Fische ruft
faltet Flüstern
dein Innen nach Außen
wie aus dem Nichts
streuen sich deine Köpfe ins Blau
Weiß schmiegt sich zitternd
zwischen Erdengrün
im lautlosen Flug
fangen Schwalben dir
erste Sonnenstrahlen
kühl schleicht dein seidiger Duft
mit der Katze in meine Stube
hinter dem geöffneten Fenster
unter ersten warmen Regentropfen
zwitschern wippende Sänger
hell aus ihren Federchen:
„Weißer Flieder
blüht im Morgenschein
der Sommer ist nah
er ist ganz ist nah.“
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