Gedanken und Gedichte
meiner Gastautoren
zum Thema Winter und Weihnachten.
Mein Dank gilt allen mitwirkenden Autoren
die mir ihre Winter- und Weihnachtstexte
zur Verfügung gestellt haben.
Mitwirkende Autoren und ihre Gedichte

Weihnachtswunsch von Uschi Pohl wenn leis´ die Flocken fallen ein Weiß die Welt einhüllt und Kerzen flackernd wärmen ein Strahlen Augen füllt ist´s wieder mal soweit es naht die Weihnachtszeit wenn Türchen Zahlen tragen dahinter süßer Traum und Tanne Duft verbreitet geschmückt so mancher Raum dann ist sie nicht mehr weit die schöne Weihnachtszeit wenn Menschen Freude bringen sich Herz zu Herz gesellt und Kinderseelen leuchten ein Wort die Welt erhellt wünsch´ ich, dass es so bliebe denn Weihnachten ist Liebe |
winter-impression Inge Wrobel © 2006 wintersonne lacht keck mir ins Gesicht glaubt mich verführen zu können nach draußen zu locken vor blauem himmel zieht lautlos ein schlanker silbervogel einen langen weißen schweif hinter sich her der sich am ende aufplustert zerfällt nein ich werde nicht folgen denn bedrohlich glitzert einem riesigen diamanten gleich ein eisiger dolch vom dache vor mir. |
von Björn Lindt
Wie alle Jahre fallen Flocken nieder
vom grauen Himmel auf den kalten Grund
und hüllen sacht in’s Dauneneisgefieder
das schlafend Wintererweihnachtserdenrund.
Doch manchmal öffnen sich die Nelkenlider,
und lächelnd tut sich auf sein Zimtsternmund,
erwachen seine glühweintrunknen Glieder
zur licht- und duftbekränzten Weihnachtsstund
.
Und seine Mandarinenäuglein funkeln,
wenn seine Honigkuchenkinder singen,
so glücklich zu den Weihnachtsliedern schunkeln.
Bald neue Winterflocken es umringen,
das Erdenrund, mit weissen Daunenschwingen
- ein allerletztes Puderzuckermunkeln.
Weihnachtswald C. Mara Krovecs ( Zaubersee) Im nahen Wald der eisversponnene See singt sein frostklirrendes Lied im hauchfeinen Tütü weiß verwunschene Sterne werden von Engeln aus Silberwolken gestreut in dieser Nacht brennen Kerzen am dunklen wispernden Himmelspalast mattsilberne Kugel schwebt über dunkelgrünem Tannengehölz - lächelt ihm zu dem bärtig Alten mit löchrigen Handschuhen auf der Decke liegt sein warmatmender Hund schnüffelt zärtlich an dem Fleisch das der Alte ihm gern in dieser Nacht geschenkt hat Flocken schweben auf die Tüte mit dem roten Wein und Glück heißt jeden Tag anders in dieser Nacht brennen Herzen in unseren plötzlich erwachenden Seelen mattsilberner Mond - du singst das Weihnachtslied - dies Jahr für uns - den Alten - für alle im Schneehochzeitstanz hoffnungsbrennender Weihnachtsglanz. |
![]() Weihnachtshoffnung Von Vera Oelmann Wieder tanzen Flockensterne nieder aus des Himmels Ferne, decken sanft die Erde zu. Reif verzaubert kahle Zweige. Wieder geht ein Jahr nur Neige, die Natur legt sich zur Ruh. Wieder frieren in den Gassen Menschenkinder, die verlassen, obdachlos und ohne Brot. Wieder geben milde Hände für die Armen eine Spende, um zu lindern größte Not. Wieder geht in manchem Haus nun die Schwermut ein und aus, weil das Liebste musste gehen. Wieder zeigt uns die Natur, alles ist ein Wandel nur und es gibt ein Auferstehn. Wieder denken wir zurück an der eignen Kindheit Glück am geschmückten Tannenbaum. Es erklingen alte Lieder, was vergangen war, kehrt wieder und steht unsichtbar im Raum. Wieder schlummern leise, leise Keim und Wurzel unterm Eise, sammeln Kraft für neues Leben. Wieder scheint die Welt verloren. Wieder wird das Kind geboren, um uns neuen Mut zu geben. Wieder tönen tausend Glocken, mahnen, warnen und frohlocken: „Haltet Frieden auf der Erde!“ Wieder schimmern tausend Kerzen und die Hoffnung keimt im Herzen, dass es endlich Friede werde. |
Text und Bild: Ursula Gressmann
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Krippenspiel
von Stefan Pölt
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit, das ist schon lange Tradition, holt Papa voll Behutsamkeit vom Keller einen Schuhkarton. Der Christbaum steht, derSchmuck ist dran, der Tannennadelduft vertraut. Akribisch hat er nebenan die Weihnachtskrippe aufgebaut. Ganz friedlich schläft das Jesulein in seiner Krippe auf dem Stroh. Maria kniet im Kerzenschein ganz dicht dabei und lächelt froh. Der Papa hat ein kleines Kind und das ist ziemlich aufgeweckt. Bald hat der kleine Wirbelwind das neue Spiel für sich entdeckt. Und weil ihm das so gut gefällt, hat Sohnemann ganz ungeniert die ganze Spielzeug-Ritter-Welt in Papas Krippe integriert. Vorbei ist's mit Besinnlichkeit, flugs ist ein großer Kampf entfacht. Das Spielfeld streckt sich mächtig weit und mittendrin tobt eine Schlacht. |
Auf Pferd, Kamel und Elefant da schwingen sich jetzt allez hopp drei Ritter wahrlich elegant und ab geht es im Schweinsgalopp. Die Weisen aus dem Morgenland ziehn mit den Rittern in die Kampf. Sie sind als erste vorgerannt und stehen voll im Pulverdampf. Der schwarze Jedi–Ritter zielt auf Feinde mit dem Laserschwert, wobei er Babysitter spielt fürs Jesukind, das lauthals plärrt. Ein echter Kämpfer vor dem Herrn macht Kleinholz und die Menge johlt, als er mit seinem Morgenstern den Abendstern vom Himmel holt. Was so nicht in der Bibel steht: Der Stern von Bethlehem erlosch, weil ihn mit seinem Kampfgerät ein Ritter einst vom Himmel drosch! Der Papa sieht's, doch schimpft ernicht, weil grade in der Weihnachtszeit man einem lieben, kleinen Wicht fast jede Missetat verzeiht. |
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Teilen... (© Sinjana alias MIK) Wenn wir lernen das miteinander bedingungslos zu teilen, was wir uns selbst am tiefsten wünschen, findet uns ganz von selbst das, wonach wir uns am meisten sehnen... |
Weihnachtsgänse
von Rudi Müller
Sie lüften die Flügel mit freudigem Flattern
und sausen im Laufschritt aus ihrem Verschlag.
Begrüßen den Morgen mit fröhlichem Schnattern -
ein Bild purer Freude am Spätsommertag.
Mitunter bewog es mich, kurz zu verweilen,
von diesem glückseligen Treiben ergötzt.
Und froh, ihre Freude mit ihnen zu teilen -
doch mir war die Freude mit Wehmut durchsetzt.
Ich wusste ja, was diese Gänse nicht wissen:
Am Schlachttag vor Weihnacht wird auch ihre Schar
in Fließbandmanier aus dem Leben gerissen
und endet im Bratrohr - gleichwie jedes Jahr.
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Wenn…
© A.Frühauf … vom Nordwind missgestimmt Kalter Regen Form annimmt Und beginnt, recht fest zu liegen, Lichtkaskaden Tannen biegen, Jedes Fenster frisch geputzt und mit Schmuck zurecht gestutzt, Kinderaugen selig strahlen, Schneemänner mit Möhren prahlen, Striezel-Märkte hell erglühn, Glühweintrinker weiter ziehn, ARGE-Weihnachtsmänner schwitzen, Frauen durch die Läden flitzen, sichs Kätzgen träge streckt, ihre Maus nach Zimtstern schmeckt, Misteln nur zum Küssen locken, Alle gern am Ofen hocken, Jedes Glöckchen hell erklingt Und von Rauschgoldengeln singt, Düfte durch die Gassen schweben Pflaumentoffel wieder kleben; Omi auf dem Wühltisch wühlt, Hausfrau ihre Stirne kühlt; alle sich an Stollen laben, und Poeten Kopfweh haben- Dann... ist Eines ganz gewiss- Dass mal wieder Weihnacht ist. ![]() |
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von Insulaire
Im Wartesaal der Wintergrippe
erzittert manche Hustenlippe.
Da schütteln sich die Schnupfennasen
und schleudern ihre feuchten Blasen
dem Gegenüber ins Gesicht.
Es duftet wahrlich winterlich
nach Kampfer und nach altem Bett,
- und alle jammern im Duett,
berichten voller Enthusiasmus
vom Schleimgenuss (nicht beim Orgasmus,
nein-nein) im siechen Rachenraum.
Ein jedes Wort versprüht den Schaum
von abermillionen Viren,
die siegreich in der Luft vibrieren,
um gegenseitig uns zu schinden,
die Menschheit krankhaft zu verbinden.
Das ist der Duft der Winter-Welt,
wenn Schnupfen spritzt und Husten bellt.
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Endlich Schnee |
Es werde Licht ![]() |
Heiligabend
von Petra Friedel
Der Abend naht mit schnellen Schritten,
schon schleicht die Dämmerung ums Haus.
Und vor dem Tor der alte Schlitten
sieht stillvergnügt und müde aus,
als wollte er mir gleich erzählen
wie schön sein Tag doch heute war!
Das Jubeln kleiner Kinderseelen
scheint noch zu klingen, hell und klar.
Ganz sacht und leis‘, in dicken Flocken,
legt weiße Unschuld sich aufs Land,
es tanzen Sternchen, die frohlocken:
Du bist im Winterwunderland!
Die Häuserfenster, eins ums and’re,
erhellt nun Kerzenlicht- und dann,
indes ich durch die Gassen wand’re,
fängt tief im Herzen Weihnacht an.
W e i h n a c h t s g e d a n k e n
© Ingrid Herta Drewing
Es mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.
Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.
Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich’ Brot.
Wie wir Weihnachten das Fest der Liebe... von Silke Kuba Was bin ich doch vom Kaufen lahm! Ich schnappt' was mir im Laufen kam: Der Weihnachtsmarkt mit süßen Dingen und Liedern, die von diesen singen, hat jetzt geschlossen; Leute hasten, die Letzten schleppen heute Lasten. *** Nun ist's soweit - auf Tischen Zweige, ich renne, back' inzwischen Teige. "Willst du nicht Tanten verwöhnen", hört' ich die Verwandten tönen. "Wir wollen auch zufrieden schmatzen!" Indess - die Kinder schmieden Fratzen. Sie sahen Tante Trude beten schon beim In-die-Bude-treten. Und um's Bankett erglühen Mimen, wo Lichter nur mit Mühen glimmen, obwohl im jährlich' Kerzenschimmer ich redlich mich ums Scherzen kümmer'! Die Tante meint, dass ganze Kugeln kein Manko sei'n, das kann'se googeln. Sie fand, dass diese müde Pracht den Baum so richtig prüde macht'. Sie hätt' aus Stroh, so Sterne, keine, auch störten sie die Kerne, Steine, die buntbemalt von Kinderhänden die Mühe nicht dahinter kennten. **** Da war's zu spät, ich weinte munter... Die gute Tante meinte, Wunder, die gibt es nur im Himmel, Kinder! Der Onkel soff den Kümmel hinter. Ich dachte: Dies' gemeine Aas! Der säuft den Schnaps wie eine Maß und jammert, jault über de Gicht! Dann floh ich und schrieb dies Gedicht. ![]() |
![]() Der Wunschzettel von Jürgen Feger »Papi! Ich hab’ in einem Buch gesehen, dass Wünsche nur dann in Erfüllung gehen, wenn man sie kurz vor der Weihnachtszeit, ganz deutlich auf einen Zettel schreibt. Den fest verschlossen in einem Kuvert (weil so’n Wunsch ja was geheimes wär’), auf einen Fenstersims legt oder vor die Tür, bis ihn das Christkind, ja so glaube mir, rasch holt und leise zu sich nimmt.
Du Papi! Wenn das wirklich stimmt,
dann hätte ich gerne, bin mal so frei, einen Zettel in Größe DIN A 3!« Schneefühlen von Helga Bauer Lass vom Laternenlicht umhüllen die Schritte, die du lautlos setzt, vom Winterglanz die Spuren füllen im Heute, Hier, im Sein und Jetzt. So weiß bedeckt erstrahlt ein Hoffen und unterm Flockennachtkostüm, dem wiesenweit die Säume offen, verschenkt sich windwärts Schneeparfüm. |
Barmherzigkeit (© Sinjana alias MIK) Lass die Liebe überfließen die dich erreicht, und in dir blüht das Licht tausender Rosensonnen. Lass die Freude strömen die in dir ist, geboren aus Tränen ausgegossener Liebe. Lass alle Schönheit aus deiner Tiefe erstrahlen, die du in deiner Seele fühlst, so bist du wie das Licht am dunklen Firmament, ein Stern der funkelt und leuchtet, die Welt in Staunen versetzt, wie ein kleines Kind zum ersten Mal das berührt wonach es sich am meisten sehnt. Kälte von Brian Die Strasssteine auf meinen Wimpern sind erstarrt, das Licht des Nordens leuchtet mir nicht. der letzte Stern ist erloschen. ![]() |
Müde Engel von Vera Oelmann Selbst Engel können müde werden von ihrer Arbeit hier auf Erden, denn täglich wird es immer mehr . Sie hasten, flitzen hin und her, sie wachen, trösten und erscheinen, sie warnen, helfen Groß und Kleinen, sie retten, schlichten manchen Zank und ernten dafür selten Dank. Wen wundert's, dass bei all dem Tun auch Engel ab und zu mal ruhn? Sie ordnen sachte ihr Gefieder und legen sich behutsam nieder, nicht auf den Rücken, auf den Bauch ! Bei Engeln ist das so der Brauch, weil andernfalls die Flügel drücken…. und das gibt Blasen dann am Rücken. Du fragst, " Von wem werd' ich bewacht, wenn Engel schlafen in der Nacht?, " Sei unbesorgt, bei Engeldösung kommt sofort 'ne Wachablösung ! Nicht nur zu Weihnachten, sondern an jedem Tag des neuen Jahres möge in den Ruhephasen Eures Schutzengels eine stets zuverlässige Wachablösung bereitstehen. Herzliche Grüße! Ein Weihnachtsmärchen von Stefan Pölt Letzten Sonntag, kurz nach vier, klingelt ein total verschneiter Weihnachtsmann an unsrer Tür: "Schnell, dein Wunsch – ich mussgleich weiter!" "Einen? Hhmm, was wünsch ich mir? Gib mir Zeit, um nachzudenken." "Gut, den Wunsch erfüll ich dir – reichlich Zeit will ich dir schenken". "Hey, so war das nicht gemeint!" ruf ich geistesgegenwärtig. Doch da ist er, wie es scheint, längst ums Eck und mit mir fertig. Bald ist meine Wut verraucht – dieser Wunsch hat auch was Gutes. Zeit ist etwas, das man braucht. Werde wieder frohen Mutes. Mache nur, was mir gefällt, lasse mich von keinem treiben. Hab ja alle Zeit der Welt, selbst zum WeihnachtskartenSchreiben. Auch, wenn dies ein Märchen war und trotz schlechter Wirtschaftslage, wünsche ich wie jedesJahr sorgenfreie Weihnachtstage! |
D e r e r s t e S c h n e e © Ingrid Herta Drewing Juchhe, juchhe, der erste Schnee! Kommt, lasst uns einen Schneemann bauen! Im Garten soll er stehen, schauen, wie schnell wir schlittern auf dem See. Zuerst der Bauch, gerollt die Kugeln aus Schnee, die Brust und dann der Kopf! Komm, Peter, lass jetzt ’mal das Googeln und hol’ als Hut den alten Topf! Die Möhre wird ’ne schöne Nase, Kastanien werden Augenglut, gesammelt zwar für Reh und Hase, als Knöpfe sind sie auch recht gut. Zum Schluss noch einen Tannenzweig; das wird ein Weihnachtsbäumchen sein, dass er sich richtig festlich zeig’, in seinen Arm passt es hinein. |
Heiligabend von Christiane Mielck Sachte fallen die ersten Flocken, bedecken die Erde mit glitzerndem Weiß. Man hört die Engelchen frohlocken, ihre Stimmen klingen gar lieblich und leis. Kleine Wolken aus Kuchenduft dringen aus so manchem Haus, erfüllen die winterlich kalte Luft mit Vorfreude auf den Weihnachtsschmaus. Die Tannen, in hellem Festgewand, wiegen sacht im Takt der Musik, und ein Stern leuchtet über’s Land. Alles spürt das ewige Glück. Denn heute vor so vielen Jahren, in einem Stall arm und verborgen, hat es die ganze Welt erfahren: Jesus Christus ist uns geboren. |
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Winterschnuppengelb
von Insulaire Gelbe Gedanken Gelb Gelb-gelb Zartgelb wie würziger Limonensaft Gelb wie die Freude einer Sonnenblume Gelb Gelb wie Licht in meinem Herzen Blaue Gedanken Blau Blau-blau Gischtblau wie das Januarmeer Blau wie mein Mondnachthimmel Blau Blau wie süßer Curacao Grüne Gedanken Grün Grün-grün Froschgrün wie diese meine immergute Laune Grün wie Petersilie in der Suppe des Lebens Grün Grün wie Sehnen und Hoffen Rote Gedanken Rot Rot-rot Blutrot wie meine Liebe Rot wie 1001 rosa Wolken Rot Rot wie Ketchup auf Erdbeereis Gelb sind meine Gedanken Verheißungsgelb wie die Sternschnuppe einer Winternacht
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![]() zauberhafte Kälte von Uschi Pohl der Morgen brachte Kälte und Nebel stieg hinauf der See begann zu dampfen er sah wie kochend aus als Wintersonne linste auf dieses Phänomen erschien ein warmer Bronzeton ließ Zauber mir gescheh´n Weihnachten in der Stadt von Ursula Gressmann Nacht drängt sich in den Ecken gnadenlos hell ist das Neonlicht kein sanfter Kerzenschimmer lautes Liedgedudel auf dem Weihnachtsmarkt verlockende Gerüche Glühwein Bratwurst Pfefferkuchen doch vom Geruch wird niemand satt und Frieden den kann man nicht kaufen ![]() |
Winter
Inge Wrobel © 2007
Die schwarzen Vögel kommen immer näher,
umkreisen mich in meiner stillen Kammer,
in die ich flüchtete vor Tagesjammer,
der dennoch klebt an meinen Fersen. Zäher,
als bisher ich vermeinte, ihn zu spüren.
Schon weiten sich die Nächte. Ohn’ Erbarmen
entziehn sie mir den Trost aus Morpheus Armen.
Ich weiß nicht, ob in Tag, in Nacht sie führen.
Und diese Vögel lauern gegenüber.
Es scheinen täglich ihrer mehr zu werden.
Sie krächzen, schreien all ihre Beschwerden.
Ich schließ die Fensterläden und die Sinne,
bevor ich selber glaube, dass ich spinne,
und wünsch, der Winter wäre schon vorüber.
Wunderapfel C. Mara Krovecs ( Zaubersee) Kälte biss hartnäckig in meine Fingerspitzen als ob ich keine Handschuhe trüge. In der Auslage sah ich die heiß ersehnten rubinroten Äpfel mit den hellen Herzen geliebte Weihnachtsboten. Meinen gekauften drehte ich traumgeküsst in gewinterten Händen meine rote Nase leuchtete so hell wie die Lichtreklamen während für mich die Sterne aus den Schaufenstern blinkten. Der wunderschöne Apfel duftete wie eingekremt mit Mandeln und Maronen das Äffchen vom Drehorgelmann kreischte da teilte ich den Apfel und erschrak aus ihm flog jemand auf meine Eisnase vor meinen Augen hüpfte etwas und tanzte in der Luft herum ein Igelchen, winzig klein warf mit Apfelkernen und streckte mir seine rosarote Zunge heraus wackelte mit den Händen an den Igelohren und schwamm plötzlich fort in die atemnebelige Winterluft in den Tannen - und Vanilleduft in die langsam heruntertaumelnden dicken Schneeflocken Weissbällchen Eisküsschen Schneeprinzesschen Winterhexlein oh, die Luft war voller weißer Federkleidchen so zauberkalt ich biss in den Apfel und wunderte mich in dieser flockengeflüsterten Nacht über gar nichts mehr. ZEIT IM GONDELSTERN ZU FLIEGEN von Helga Bauer Zeit im Gondelstern zu fliegen Winterfahrt im Karussell Pfefferkuchenpflaster liegen Mondbeleuchtet, glänzend hell auf dem Marktplatz dicht und rund blank in kalter Abendluft Traubenfrucht an manchem Mund glühweinschwer im Zimtenduft Nostalgie im Lichterflimmer Spielzeugbuden, Bratwurststände kugelroter Tannenschimmer taschenvolle Elternhände Leiern auch die alten Lieder viel zu laut und viel zu schnell dringen sie ins Herz mir wieder … Jahresendzeitkarussell dreht im Trubel letzter Tage seine Runden immerzu Weihnachtszeit ist’s - ohne Frage … und ich schaue einsam zu ![]() |
Der Weihnachtsmann und die Fee von Jürgen Feger Seht nur diesen Weihnachtsmann, wie er kaum noch laufen kann. Schleift den Sack, der wohl zu schwer, hinter sich seit Stunden her. Müde stampft er durch den Schnee, sieht dann plötzlich eine Fee von den Tannenwipfelzweigen flockig zu ihm runtersteigen. Und die sprach zum Weihnachtsmann: „Sag, wie ich dir helfen kann! Darfst um einen Wunsch mich bitten!“ „Gut, dann wünsch’ ich mir `nen Schlitten!“ „Rotmetallic! Meine Liebe! Und mit 5-Gang-Schaltgetriebe, möglichst 150 Spitze, Alukufen, Renfellsitze, Wegfahrsperre, Schiebedach, Radio und Kassettenfach, Endverstärker (nur von Sony!), Interieur aus Mahagoni, chromveredelt, wenn’s genehm - und Navigationssystem, Sackraum, Doppel-Airbag bitte hinten, vorne, in der Mitte, Fernbedienung, Servolenkung, Spiegelautomatikschwenkung, ABS und ESP! – So, das wär mal alles, Fee!“ Schwupp! Da ward – was für ein Tor – der Sack so schwer wie nie zuvor.
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Christmas-Shopping in New York
von Rudi Müller
Ich trippel übers Gangway-Treppchen
zum Jet, der in die Staaten geht.
Der Flug war ein Last-Minute-Schnäppchen,
ich griff gleich zu - bin ja nicht blöd.
Bislang ging ich in London shoppen
- als Frau, die etwas auf sich hält -
doch dies Gebot war nicht zu toppen:
Berlin/New York für’n Taschengeld!
Nun freu ich mich bereits auf Macy’s,
dem Shoppping-Tempel Number One.
Beliebt bei Deutschen wie auch Ösi’s,
weil man da Denglisch plaudern kann.
Dort lockt ’ne mega X-Mas-Zone
mit angesagtem Christbaumschmuck,
von Rauschgoldengeln oben-ohne
bis Santa Claus als Donald Duck.
Auch Kerzen gibt’s, die farbig blinken
und nicht in lästiger Manier
nach Bienenwachs und Weihrauch stinken.
Kein abgefackter Kram wie hier!
Sodann flanier ich shoppend weiter
die East Side rauf zu Bloomingdale’s.
Gewiss kein Ziel für Hungerleider,
doch reizen Schnäppchenjagd und Sales.
Da warten High Heels, Jeans und Blusen,
so abgefahr’n wie nirgendwo:
BH’s mit Stars And Stripes am Busen
und Slips mit Santa Claus am Po.
Bleibt schließlich etwas Kleingeld über,
dann gönn ich mir als Happy End
’ne heiße Nacht im Disco-Fieber
mit optionalem One Night Stand.
~ ~ ~
Ach ja, ich weiß: Die arme Umwelt
nimmt’s übel, wenn man nur noch fliegt.
Doch lohnt sich’s, wenn man sich mal dumm stellt,
bevor den Flug ein andrer kriegt.
Weiße Weihnacht
von Petra Friedel
Stumm liegt der See. Und kleine Flocken schweben
zur Erde nieder, decken sie ganz leis'
mit Unschuld zu. Im tiefverschneiten Weiß
erzählen zarte Spuren. Wollen sich verweben
zu Träumereien, die an Orten
wie diesem mir vom Winterschlaf erzählen;
als kuschelten sich tausend kleine Seelen
im Tief der Bäume an des Frühlings Pforten.
Von fern seh' ich das Dorf im Kerzenglanz erstrahlen.
Die Luft ist klar, die Dämmerung zieht auf.
Und während ich dem Licht entgegenlauf,
will mir dies' stille Glück die Weihnacht malen.














