Herbstgedichte
Herbstwind hatte leichtes Spiel.
Wirbelnd fiel
welkes Laub zur Erde nieder.
Titel von A-Z
Der Herbstwind |
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Der Herbstwind
Der Herbstwind singt uns stürmisch
sein Lied der Endlichkeit.
Entblättert träumt der Ahorn
von knospenreicher Zeit.
Der Frühling scheint so weit.
Hauchzart legt Wehmut Schleier
um die Vergangenheit.
Ein Feuerwerk der Farben
Ein Feuerwerk der Farben
verzaubert unsre Welt
bis schließlich leise Blatt für Blatt
zur Erde nieder fällt.
Der Sommer winkt zum Abschied.
Herbst zieht durchs weite Land.
Mit sattem Gelb und Purpurrot
setzt er das Laub in Brand.
Herbstastern, zarte Malven
und späte Rosen blühn.
Der milde Glanz des Sonnenlichts
belebt verblasstes Grün.
Rot leuchten Vogelbeere
und Eibe – wunderschön.
Auch die orange Sanddornfrucht
ist weithin schon zu sehn.
Getreide, Obst, Gemüse
fahr´n Landwirte nach Haus
und säen auf gepflügtem Feld
den Winterweizen aus.
Für Erntesegen danken
wir auch in diesem Jahr.
Mit Frucht und Ähren reich geschmückt
sind Kirche und Altar.
… … …
Ein Feuerwerk der Farben
verzaubert unsre Welt
bis schließlich leise Blatt für Blatt
zur Erde nieder fällt.
Im Herbst
Die Nebelfrau schleicht träge durch die Täler.
Wenn Früchte reifen, Rosen still verblüh´n
setzt Sonnenlicht nur spärliche Akzente
auf späte Blüten und verblasstes Grün.
Der Ahorn rüstet sich jetzt für den Winter,
bald dämpft sein welkes Laub den schweren Schritt
des Menschen, der die herbstlich bunten Wälder,
auf seinem Weg, wer weiß wohin, betritt.
Heuballen liegen auf den Stoppelfeldern.
Der Landwirt bringt jetzt seine Ernte ein.
Herbstlaub und Kürbis schmücken Tür und Fenster.
In offnen Flaschen gärt der junge Wein.
Die Wandervögel ziehen in den Süden.
Der Igel sorgt für seinen Winterspeck.
Eichhörnchen sammeln Nüsse und Bucheckern
und horten sie im sicheren Versteck.
Die Malve glänzt in ihrer zarten Schönheit.
Der Herbst hat sie zu seiner Ros´ erwählt.
Im Abendwind klingt kühl das Lied des Jahres,
dem jetzt nur noch die letzte Strophe fehlt.
Wenn Reif die Bäume überzieht,
der Nebel auf dem Wasser schwebt,
umarmt der Morgen die Nacht
bis zögernd der Tag erwacht,
der sanft den Schleier hebt.
Wenn windumarmt sich Wipfel neigen,
löst Herbstlaub leise sich vom Baum.
In einem letzten bunten Reigen
schwebt wirbelnd es zur Erde nieder,
verliert sich dort im Wintertraum.
Aus weiter Ferne, hörbar kaum,
erklingen neue Frühlingslieder.
Ein Wispern und Raunen
in Büschen und Bäumen.
Der Wind peitscht die Äste,
jagt Wolken umher.
Schon lassen sich ahnen
die herbstlichen Stürme.
Die Strahlen der Sonne
sie wärmen kaum mehr.
Die Äpfel sie reifen
der Ernte entgegen,
nicht lange dann sind sie
bereit zum Verzehr.
Ein blattbunter Teppich
liegt uns dann zu Füßen
und Zugvögel rüsten
zum Flug übers Meer.
* Herr Otto Battaglia, Schweizer Komponist,
hat dieses Gedicht
als "Gemischter Chor-Satz" vertont.
Herbst
Losgelöst vom Baum
schwebt buntes Laub federleicht
zur Erde nieder.
Vorbei die Blütezeit der Rose,
der Herbst ist längst schon an der Macht.
Noch leuchtet zart die Herbstzeitlose
und bunte Blätter schweben lose
zur Erde nieder still und sacht.
Nach Abschied klingt des Windes Wehen.
Die Schwalben halten sich bereit.
Doch bald gibt es ein Wiedersehen
und die Natur wird auferstehen,
im nächsten Jahr zur Frühlingszeit.
Zugvögel schreiben
Ihr Abschiedslied
In den Himmel
Leise summend
Verbreitet der Wind
Die Melodie
Blätter rauschen
Im Hintergrund
Das Plätschern des Baches
Knackende Zweige
Raschelndes Laub
Der Ruf eines Vogels
Die Stimmen des Waldes
Vereinen sich
Zur herbstlichen
Sinfonie.
Wenn Blätter bunt sich färben
und Herbstzeitlosen blüh´n,
die Menschen Pilze sammeln
und Schwalben südwärts zieh´n.
Wenn wir für Ernte danken,
die Winde kühler weh´n,
sich Nebel zögernd lichten
dann will das Jahr vergeh´n.
Es zieht mit steifen Schritten
durch Kälte, Schnee und Wind
und kommt nach sanftem Schlummer
zurück als Frühlingskind.
Der Sommer ist vergangen,
der Herbst hat angefangen,
Frau Sonne bleibt sein Gast.
Sie ist dem Herbst verbunden
und schenkt ihm gold´ne Stunden,
verweilend - ohne Hast.
Will sie auch nicht mehr prahlen,
so schickt sie dennoch Strahlen,
nur milder als bisher.
Der Wind singt seine Weise,
nach Abschied klingt es leise,
doch auch nach Wiederkehr.




