Wintergedichte

 


Wintergedichte

 



Titel von A-Z
 

Der Schnee ist weg 

Der Schneemann schmilzt

Der Winter  

Der Winter ist zurück 
  
Durch Schnee gedämpft  

Ein Wintertag 
  

Fahrradträume 

Im Winterpelz 

Possenspiel 

Wintergruß  
  
Winterzeit  
  
Zauberhaftes Wintermärchen        


 

 



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Der Schneemann schmilzt

Ein Kohlenauge fehlt bereits,
dein Hut ist arg verrutscht,
die Möhre hängt schief  im Gesicht,
wer hat dich so verpfuscht?

Mit Freude wurdest du gebaut,
ein stolzes Exemplar,
bejubelt und bestaunt von einer
kleinen Kinderschar.

Ein sanfter, erster Sonnenkuss
und schon warst du verloren.
Die Grade klettern bald ins Plus,
du triefst aus allen Poren.

Schmilzt still dahin du armer Tropf,
wirkst nicht mehr elegant.
Der Besenstiel fällt dir jetzt auch
aus der geschwächten Hand.

Sich wehren hat hier keinen Sinn,
du hältst die Zeit nicht auf.
Der Frühling kommt und weißt du was?
„Wir freuen uns darauf!“

 

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Possenspiel

Der Winter treibt ein Possenspiel,
besucht uns anonym,
schickt Frost und Eis in das Exil,
zeigt seine Härte nur subtil,
versteckt sein raues Ungestüm.
Kein Schnee zu sehen weit und breit.
Er foppt uns jetzt zur Narrenzeit
mit seinem Lenz-Kostüm.

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Fahrradträume

Wehmütig lehnt das Fahrrad
an der Garagenwand,
sehnt sich nach Sonnentagen,
nach Fahrten übers Land.

Es träumt von Blumenwiesen,
vom nahen Baggersee
den schattig, kühlen Wäldern …
Doch jetzt liegt draußen Schnee.

Vor Kälte fröstelnd spürt es
die raue Winterzeit
und ahnt doch im Geheimen:
Der Frühling ist nicht weit.

Bald schiebt man es ins Freie
und nach der Pflegekur
geht es dann endlich wieder
auf eine Fahrradtour.

Bergauf, Bergab - durch Felder,
rund um den kleinen See,
vom Frühlingswind begleitet …
Doch jetzt liegt draußen Schnee.

 

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Durch Schnee gedämpft
*Neufassung des Gedichtes "Gedämpft durch Schnee"

Durch Schnee gedämpft des Winters Schritt
zieht leis´ er über Nacht ins Land.
Bringt als Gesell´ den Frost uns mit
der uns berührt mit kalter Hand.

Eisblumen blüh`n im Schneepalast
bei luftig, leichtem Flockentanz.
Prinz Raureif ein sehr selt´ner Gast
verleiht ihm diesen kühlen Glanz.

Fürst Finsternis, der stolz regiert,
haucht Tag und Nacht uns eisig an.
Natur sich starr im Traum verliert
bis wieder Neues werden kann.

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Im Winterpelz

Im Winterpelz schläft die Natur
und träumt vom Auferstehen,
von frühlingsfrischer Knospenspur
und streichelzartem Wehen.

Noch träumend webt sie schon ihr Kleid,
ganz in Pastell gehalten.
In ihm will sie zur Frühlingszeit
all ihre Pracht entfalten.

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Der Winter

Der Winter seinen Einzug hält
und durch das Tal spaziert.
Mit Flockentanz, der uns gefällt
er weiß das Land verziert.

Doch Frost ist´s der nun hier regiert,
die Seen sind zugefror´n.
Der Wind sich eiskalt präsentiert,
pfeift heulend um die Ohr´n.

In dieser kalten Jahreszeit
Natur sich ungeniert
zur Ruhe legt, im weißen Kleid,
bis Frühling einmarschiert.

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Winterzeit

Oh Winter – viel gescholt´ner Mann,
dein Schritt betagt, dein Haupt grauweiß.
So schreitest frostig du voran,
bedeckst die Welt mit Schnee und Eis,
damit sie sich erholen kann.

Schenkst der Natur die starre Zeit,
in der sie im Verborg´nen schafft.
So ist im Frühjahr sie bereit
und präsentiert, mit frischer Kraft,
ihr herrlich buntes Blütenkleid.

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Der Schnee ist weg!

Oh welch ein Schreck:
Der Schnee ist weg!
Wo ist er nur geblieben?

Die weiße Pracht
kam über Nacht,
doch blieb sie nicht lang liegen.

Es war so schön
hinaus zu geh´n
mit Stiefel und mit Mütze.

Nun ist er fort,
grau ist der Ort
und du trittst in die Pfütze.
 

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Zauberhaftes Wintermärchen

Zauberhaftes Wintermärchen
Schneebedeckt sind Busch und Bäume
Futter sucht ein Spatzenpärchen
Welt versinkt in Winterträume

Schneebedeckt sind Busch und Bäume
Zarte Flocken wirbelnd schweben
Welt versinkt in Winterträume
Im Verborg´nen feinstes Weben.

Zarte Flocken wirbelnd schweben
Glitzernd weiß sich Gipfel zeigen
Im Verborg´nen feinstes Weben
Winterwelt im trauten Schweigen.

Glitzernd weiß sich Gipfel zeigen
Schneelast senkt die müden Äste
Winterwelt im trauten Schweigen
Frost und Eis sind stille Gäste

Schneelast senkt die müden Äste
Futter sucht ein Spatzenpärchen
Frost und Eis sind stille Gäste
Zauberhaftes Wintermärchen. 

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Ein Wintertag

Schneeschaufeln kratzen auf Asphalt,
die Winterluft ist bitterkalt,
der Atem vor dem Mund gefriert.
Ein Spatz den Futterkampf verliert,
gesträubt ist sein Gefieder.

Schneemänner in den Gärten steh´n,
die Autos sind kaum mehr zu seh´n.
Die große Tanne dort am Haus
sieht heute alt und müde aus,
die Schneelast drückt sie nieder.

Schneehäubchen trägt der Gartenzaun,
die weiße Pracht schön anzuschau´n.
Doch lange dauert es nicht mehr,
dann grünt es wieder um uns her
und bald schon blüht der Flieder.

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Wintergruß

(Neufassung 2009)

 Der Schnee fällt schon die ganze Nacht.
Am frühen Morgen liegt die Pracht
uns allen hier zu Füßen.

 Die Bäume sind vom Laub befreit,
sie tragen stolz ihr Festtagskleid,
der Winter lässt uns grüßen.

 Zum Schlittschuhlauf lädt ein der See.
Auch Rodeln kann man jetzt – Juche!
Die Kinder es genießen.

 Die Wintersonne kommt hervor
um mit hell glänzendem Dekor
den Tag noch zu versüßen.

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Der Winter ist zurück

Oh Frühling, sag wo bist du nur?
Noch eben sah ich deine Spur -
ja, narrt mich denn mein Blick?
Mit Schnee bedeckt sind deine Boten,
das Kätzchen schüttelt seine Pfoten -
der Winter ist zurück.
 

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